Bürgerentscheid

Bürgerentscheid

Am Sonntag, 1.10.2017 findet in Dülmen ein Bürgerentscheid über die Frage „Soll in Dülmen KEINE Sekundarschule eingerichtet werden?“ statt. Die stimmberechtigten Bürgerinnen und Bürger können in ihrem jeweiligen Stimmlokal oder – wie bei einer normalen Wahl – vorab im Abstimmungsbüro im Rathaus oder per Brief abstimmen. Alle Informationen zum Ablauf des Bürgerentscheids finden Sie auf  www.duelmen.de.

Damit Sie sich eine fundierte Meinung bilden können, finden Sie hier grundlegende Fakten sowie Antworten auf die wichtigsten Fragen zur Sekundarschule.

 

Was ist eine Sekundarschule

Die Sekundarschule bietet allen Schülerinnen und Schülern die Chance, den für sie bestmöglichen Schulabschluss zu erreichen.

Nach der Grundschule lernen Schülerinnen und Schüler für weitere zwei Jahre gemeinsam.

Ab der 7. Klasse nehmen sie neben dem regulären Klassenunterricht an unterschiedlichen Kursen teil, die ganz auf ihre persönlichen Fähigkeiten, Interessen und Bedürfnisse abgestimmt sind.

An der Sekundarschule können Schülerinnen und Schüler alle Abschlüsse der Sekundarstufe I erlangen (d. h. Real- und Hauptschulabschluss und die Qualifikation für den direkten Übergang in die gymnasiale Oberstufe).

Erst in der 9. Klasse entscheidet sich endgültig, auf welchen Schulabschluss die Schülerinnen und Schüler vorbereitet werden.

Zum Leben an der Sekundarschule gehört ein besonderes Raumkonzept: zusätzliche Räume bieten mehr Möglichkeiten für individuelles Lernen und Fördern. Hierfür entsteht ein neues modernes Schulgebäude.

Die Sekundarschule ist eine Ganztagsschule mit vielfältigen AGs und einer Mensa. An drei Tagen in der Woche endet die Schule am Nachmittag. Eine verbindliche Betreuung gibt es täglich bis 16 Uhr.

 

Unsere Stärken sind

  • Längeres gemeinsames Lernen
  • Die Möglichkeit für jedes Kind, den bestmöglichen Schulabschluss zu erreichen
  • Eine Orientierung an unterschiedlichen Lernbedürfnissen
  • Fördern und Fordern durch vielfältige Angebote
  • Herausforderungen für leistungsstarke Schülerinnen und Schüler
  • Lernförderliches Raumkonzept und Ausstattung
  • Die Erziehung zu Menschen mit Selbstverantwortung und sozialer Kompetenz
  • Unsere Eltern, die Verantwortung übernehmen und die Schule mitgestalten wollen

Wo soll die Sekundarschule entstehen und wie wird sie aussehen?

Die Sekundarschule soll am Standort der heutigen Hermann-Leeser-Realschule entstehen. Dafür soll das bestehende, denkmalgeschützte Gebäude und um einen modernen Neubau erweitert werden. Um den besten Entwurf für das neue Schulgebäude zu finden, hat die Stadt Dülmen einen Architekturwettbewerb durchgeführt.

Alle Informationen zum Ergebnis des Wettbewerbs und zum Gebäude finden Sie hier:

 

Das Schulgebäude

Was kostet der Bau der Sekundarschule?

Der Bau des neuen Sekundarschulgebäudes wird nach derzeitigem Stand rund 15,5 Mio. Euro kosten. Aus Sicht der Stadt Dülmen ist diese Summe – trotz der angespannten Haushaltslage – sehr gut investiert, denn es geht um die Bildung und die Zukunft der Kinder in Dülmen. Sie bekommen dafür einen Lernort als Lebensraum, der die Wertschätzung für Bildung widerspiegelt. Zudem werden den Kosten auch Einnahmen gegenüberstehen, wenn z.B. das frei werdende Gebäude der Kardinal-von-Galen-Schule oder das Gelände der ehemaligen Paul-Gerhardt-Schule anderweitig genutzt oder veräußert werden.

Was hat die Elternbefragung ergeben?

Im Juni 2017 hat die Stadt Dülmen alle Eltern der aktuellen Zweit- und Drittklässler an Dülmener Grundschulen gefragt:

Falls es in Dülmen eine teilintegrierte Sekundarschule vom Schuljahr 2018/19 an gäbe – würden Sie Ihr Kind dort anmelden?

Dabei kam es nicht darauf an, dass die Mehrheit der Eltern mit „ja/eher ja“ antwortet. Vielmehr ging es darum, gegenüber der Bezirksregierung Münster den Bedarf für eine Sekundarschule nachzuweisen. Wenn Eltern mit „nein/eher nein“ gestimmt haben, könnte der Grund dafür z.B. auch gewesen sein, dass sie ihr Kind in jedem Fall am Gymnasium anmelden würden.

Laut Gesetz müssen pro Jahrgang mindestens 25 Eltern (= Kinder) auf die o.g. Frage mit „ja“ oder „eher ja“ antworten, damit das Anmeldeverfahren für die Sekundarschule eingeleitet wird. Da erfahrungsgemäß nicht alle Eltern den Fragebogen zurückschicken, war vorgegeben, dass die Ergebnisse auf eine Beteiligung von 100 Prozent hochgerechnet werden. Denn schließlich müssen faktisch alle betroffenen Kinder an einer Schule angemeldet werden.

Von 872 versendeten Fragebögen wurden 531 gültige Fragebögen an die Stadt Dülmen zurückgeschickt. Der Anteil der gültigen Stimmen lag bei 58 Prozent für Jahrgang 2 und bei 64 Prozent bei Jahrgang 3.

So haben die Eltern geantwortet:

Jahrgang 3

ja 38
eher ja 41
nein 58
eher nein 145
Hochrechnung Ja-Stimmen: 121

Jahrgang 2

ja 20
eher ja 43
nein 50
eher nein 136
Hochrechnung Ja-Stimmen: 108

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Die Zahlen belegen, dass eine ausreichende Anzahl von Eltern ihr Kind an der Sekundarschule anmelden würde. Dies ist ein klarer Auftrag an die Stadt Dülmen, weiter an der Einführung der Sekundarschule zu arbeiten.

Was geschieht mit den bestehenden Projekten und Besonderheiten der Kardinal-von-Galen-Hauptschule und der Hermann-Leeser-Realschule?

Sowohl die Kardinal-von-Galen-Hauptschule als auch die Hermann-Leeser-Realschule haben in den vergangenen Jahren gute Arbeit geleistet und auch wertvolle Projekte entwickelt, z.B. die Vorbereitung auf einen Ausbildungsberuf oder die Beschäftigung mit dem Holocaust und der Geschichte unserer Stadt. Es ist der Stadt Dülmen ein großes Anliegen, diese positiven Dinge zu bewahren! Sie werden auch an einer Sekundarschule erhalten bleiben oder sogar noch weiterentwickelt werden können.